EU AI Talk
Andreas Dahrendorf spricht mit Menschen, die KI in Europa entwickeln und einsetzen.
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Simply Onno - Arztbriefe verstehen
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Was steht eigentlich in meinem Arztbrief?
Simply Onno: Karen Hentschel und Marc Dantas Tiedemann sprechen mit Andreas Dahrendorf darüber, wie KI Arztbriefe und medizinische Sprache verständlicher machen kann.
Ein Gespräch über Arztbriefe, verständliche Informationen und den Einsatz von KI im Gesundheitsbereich.
Simply Onno: https://www.simply-onno.com/
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Die Hälfte der Menschen, die das Krankenhaus verlässt, hat die Diagnose, die ihnen dargestellt wurde, nicht verstanden. Das ist doch
MARC:Wir vergleichen es immer ganz gerne mit so einem Schweizer Taschenmesser. Also so ein LLM, ChatGPT, das kann wirklich alles und jenes, aber möchte ich mit dem Schweizer Taschenmesser auch operiert werden vom Chirurgen, vielleicht eher nicht, möchte ich dann vielleicht doch eher das Skalpell haben. Also das Tool, was wirklich nur das eine kann, aber das dann eben sehr
ANDREAS:Karen Hentschel und Marc Dantas Tiedemann haben Simply Onno gegründet, einen Dienst der Arztbriefe und Befunde mit KI verständlich erklärt. Karen war Design Director bei IDEO. Marc hat Heartbeat Medical mit aufgebaut. 2025 hat Simply Onno den Start-up-Preis des deutschen KI-Preises der Welt gewonnen. Herzlich willkommen, Karen und
MARC:Hi,
KAREN:Hallo
MARC:schön hier zu sein
ANDREAS: Die erste Frage zum Einstieg:Ihr seid vier Gründer an drei Orten. Wer von euch macht was?
KAREN:Wir sind sogar an vier Orten inzwischen. Wir sind zu viert an vier Orten. Wir sind in, ich bin in München, Marc in Berlin, der Witold, unser Arzt ist in Dresden und der Stefan sitzt in Neuseeland. Und wir haben natürlich alle unterschiedliche Aufgabenbereiche. Jetzt, wo ich hier direkt begonnen habe zu sprechen, sage ich einfach mal, was ich mache bei Du hast ja schon richtig gesagt, dass ich zuletzt bei IDEO war. Das ist ja eine Designberatung. Und ich habe, das ist auch mein Hintergrund im Design. Daher kennen Marc und ich auch. Wir haben gemeinsam Design studiert in Potsdam. Und ich habe danach ganz viel Design, Produktdesign, aber auch Designteams aufgebaut. Und deswegen mache ich bei uns vor allem Design und Strategie und auch die ganz, alles, was mit der Nutzenrecherche, also dem, was wir von den Menschen, die unsere Produkte nutzen oder zukünftig nutzen sollen, lernen können. Das liegt in meiner Verantwortung. Ich überlasse dir gleich Marc was von dir zu sagen, aber ich sage noch kurz was zu Witold und Stefan. Der Witold, der in Dresden am Uniklinikum in der Neurochirurgie arbeitet, der macht bei uns alles, was medizinisch relevant ist, von der Qualitätssicherung, über das drauf schon, dass der Output richtig ist. Plus dann auch langfristig vielleicht, der kennt sich mit der Regulatorik natürlich ganz fantastisch aus. Das heißt, der berät uns auch da, dass das alles, was er inne hat. Und dann gibt es noch den Stefan und das ist unser CTO. Der war vorher, oder der hat ganz viel Erfahrung im Aufbau und in der Entwicklung von digitalen Produkten oder auch komplexen Plattformenprodukten und kennt sich sozusagen damit aus, was es bedeutet in dem Kontext, in dem wir agieren, Services zu schaffen.
MARC:Genau. Und meine Rolle ist vor allem, also so ein bisschen alles, was wir sind ja auch nur vier Leute, da fällt natürlich eine ganze Menge an, überall. Das ist von Marketing, was sich halt viel auf dem Karen an überschneidet. Ein bisschen zu Produktentwicklung, Prompting mache ich auch ganz viel, versuche irgendwo alle Fäden so ein bisschen zusammenzuhalten. Genau, du hast es ja schon vorher erwähnt, vorher war ich bei Heartbeat Medical auch ein Healthcare, Digital Health Startup gewesen. Relativ groß skaliert, bis zu 50 Mitarbeiter waren wir am Ende. Oder was heißt am Ende, das gibt es ja immer noch, ich bin dann irgendwann nach zehn Jahren raus, weil ich gesagt habe, ich habe jetzt nochmal Lust, nochmal was Neues, was Kleineres zu machen. Das war ja damals auf Krankenhausseite mit den ganzen Problemen, die da einhergehen, was auch so ein Krankenhausvertrieb angeht, da ich Lust, nochmal was Kleineres, Schnelleres zu machen, so für Patienten direkt, was man irgendwie rausbringt und sofort ein Effekt hat.
ANDREAS:Und Gründungsgeschichte von Onno ist, dass es anfing mit einem eigenen Befund bei dir, Marc, den du lesen konntest, aber nicht verstanden hast. Kannst du das erzählen?
MARC:Ja, also so, da kam auf jeden Fall was her. Ich hatte, was war das? Das war ein Riss im Fuß gewesen beim Bolder, dann hatte ich mir gerade was rausgerissen auch und öfter auch schon mal Knieprobleme zwischendurch gehabt. Das heißt, man hat irgendwie so MRT-Befunde da gehabt. Aber eigentlich ging es noch für früher los oder so zur gleichen Zeit war das nämlich, dass Karen und ich gleichzeitig frei waren sozusagen. wir kennen uns ja, wie gesagt, schon länger und verbinden eine lange Freundschaft. Wir gehen jährlich snowboarden und immer wieder spricht man dann. Und, ja wir auch noch nicht gesagt haben, im Studium schon haben wir recht erfolgreich coole Projekte zusammen gemacht. Und der Moment war so, wo wir gesagt, wir müssen eigentlich mal was machen. Das war ganz lange und dann war auf einmal der Moment. Eigentlich wollten wir so Design Leadership vielleicht was zusammen machen, Jobsharing haben wir überlegt, also zusammen aufstellen zu bewerben, soll man vielleicht eine Agentur gründen. Und so aus dem Lameng ging das dann eigentlich, dass wir gesagt haben, naja, aber wir haben jetzt auch zehn Jahre nicht zusammengearbeitet, wir müssen das doch mal vielleicht nochmal testen. Geht das hier überhaupt noch? Und dann hatten wir so eine grobe Idee, das mit dem Befunden Schwirte so ein bisschen rum und lass das einfach mal probieren, wie wir das machen würden. Und der Rest ist dann Geschichte. Wir haben dann gesagt, okay, wir bewerben uns jetzt nicht mehr, wir machen jetzt einfach die Idee zu Ende und machen jetzt unsere eigene Firma. Genau.
ANDREAS:Was passiert, wenn ich einen Arztbrief hochlade?
KAREN:für die meisten ist es tatsächlich so, dass die medizinisches Dokument in Befunden, in Arztbriefen, CT, ein MRT, da gibt es ja ganz viele komplizierte Dokumente in der Hand halten, so was damals auch in meinem Fall und da stehen viele komplexe Sachen drin und man ist sich nicht sicher, was es bedeutet oder ob man den Arzt oder die Ärzte richtig verstanden hat. Dann googelt man die Begrifflichkeiten, dann landet man auf einer unserer vielen Begriffserklärseiten und dann kann man sich seinen Befund in Gänze erklären lassen. Und was passiert, ist tatsächlich, dass man sagt, ich möchte meinen Befund erklärt wissen und dann macht man entweder ein Foto von seinem Handy aus oder man lädt das auf seinem Computer, die Datei hoch und dann kriegt man die nochmal angezeigt und kann sagen, ist das alles das, was ich tatsächlich erklärt haben will. Und dann lässt man die sich erklären. Und das dauert natürlich einen kleinen Moment, indem wir darüber informieren, was passiert im Hintergrund, damit die Leute, das passiert ja nicht in zwei Sekunden, sondern es dauert einen kleinen Moment, während wir diese Erklärung erstellen und aber auch prüfen, ob das, was wir da erstellt haben, medizinisch korrekt ist und unseren Qualitätsansprüchen entspricht, bevor wir das dann tatsächlich darstellen. Und das passiert auf dem Endgerät, auf dem man das auch hochgeladen hat. Und je nachdem, wofür man sich entschieden hat, wir haben ja zwei Produkte. Das eine ist kostenlose Zusammenfassung. Das ist also eine sehr, doch sehr medizinisch tiefe. Da haben wir auch, da haben wir auch inzwischen schon mehrfach iteriert und die noch besser.
ANDREAS:No,
KAREN:Oder
ANDREAS:no.
KAREN:die den Ansprüchen der Nutzenden noch gächter zu machen. Aber das ist eine Zusammenfassung, die aber sehr klar sagt, was eigentlich in deinem Dokument steht. Was ist die Diagnose oder was wird da im Großen und Ganzen gesagt. Die gibt es umsonst, die bekommt man innerhalb von weniger Sekunden, das geht recht fix oder man entscheidet sich für die bezahlte Version. Die gibt es ja inzwischen seit einem Jahr auch, kann man sich dafür entscheiden, eine detaillierte Erklärung zu kaufen. Die kostet dann einmalig pro Dokument 18,50 Euro. Die braucht natürlich ein bisschen länger, bis die erstellt ist, aber dann bekommt man wirklich einen mehrseitigen Bericht, in dem jedes einzelne Wort genau erklärt wird, die Diagnose erklärt wird und kontextualisiert wird, aber auch dann im Zuge dessen natürlich gesagt wird, okay, was sind jetzt mögliche medizinische nächste Schritte, was kann das bedeuten, was sind Dinge, die du ernährungs- oder bewegungstechnisch vielleicht schon tun kannst. Und ganz wichtig, was wenn du jetzt das nächste Mal dein Arzt oder deine Ärzte trifft, was sind Fragen, die du stellen solltest. Und ich sage das ganz wichtig, weil das tatsächlich das ist, was für die Leute, die uns nutzen, das Wichtigste ist. Zu wissen, okay, welche Sachen sind jetzt noch unklar, weil einem diese Fragen in der Regel erst nach dem Termin einfallen. Das kennst du vielleicht selber, wenn du mal beim Arzt warst. Aber um deine Frage zu beantworten, im Großen und Ganzen ist das, was passiert. Du dir jetzt hoch und je nachdem, für welchen Weg du entscheidest, dauert es ein bisschen länger, bis du dann eine mehr oder weniger detaillierte Erklärung bekommst. Und die kannst du dir dann als PDF speichern. Du musst also keine Account anlegen, wir wissen nicht, wer du bist. Du gibst uns eigentlich nichts außer dein Dokument. Und das ist auch eine bewusste Entscheidung, die Hörden da so niedrig, wie es geht zu halten, damit es wirklich jeder schnell nutzen kann und gleichzeitig die Leute sich auch sicher sind, dass das, was sie uns da geben, dass das eben datenschutzrechtlich konform ist.
ANDREAS:Bevor wir noch weiter ins Produkt gehen, nochmal kurz zu dir, Karen. Vielleicht ist das ja auch eine verbindende Frage hier. Du hast vorher Projekte mit oder über für Geflüchtete gemacht. Stecken Sachen, die du da gelernt hast, hier auch bei Onno drin?
KAREN:Ja, tatsächlich, also um das zu kontextualisieren, ich habe während meiner Zeit bei IDEO zusammen mit Allied, das ist eine NGO, die deren CEO, früher CEO von IDEO.org. IDEO hat ja ein Non-Profit oder eine, genau, der IDEO.org gehört dazu und die machen eben so solche Projekte und die CEO von Alide ist eben früher bei IDEO gewesen und die haben sich gemeldet zu der Zeit, als
MARC:What?
KAREN:das in der Ukraine losging und haben nach Unterstützung gesucht. Und dann habe ich mich bereit erklärt, da mitzuarbeiten an diesem Projekt. Und das war sicherlich auch einer der Gründe, dass ich natürlich im Laufe meiner Karriere gedacht habe, man muss ja irgendwie das, was man tut, muss auch einen Mehrwert für alle anderen haben. Deswegen machen wir auch B2C inzwischen und nicht wie Marc vorher B2B. Und tatsächlich, was ich da am meisten mitgenommen habe, ist, da ging es viel Trauma Research. Also wie interviewst und sprichst du mit Menschen, die höchst traumatisiert sind oder sich in einem Kontext bewegen. Und das ist etwas, das hat mir unglaublich geholfen, weil ich in der Recherchearbeit oder der Arbeit mit unseren Nutzenden bei ONO natürlich Menschen begegne, die schwere Diagnosen erhalten haben. Und ich spreche mit denen, um über unser Produkt zu lernen. Das heißt, wie machst du das so respektvoll, dass sich alle Gesprächspartner gleichermaßen integriert, aber auch ja, dass du da nicht noch mehr Schaden anrichtest oder da nicht noch mehr traumatisiert und das ist tatsächlich das, was mir am meisten geholfen hat, dieses Bewusstsein darüber, welchem Kontext man sich begibt.
ANDREAS:Das ist ja auch die Frage danach, wann ist eine Erklärung richtig und einfach? Also wie macht ihr das?
MARC:Großes Streitthema immer wieder, das heißt Streitthema, aber das ist natürlich der Spagat, sag ich mal, zwischen einer medizinischen Genauigkeit und einer einfachen Erklärung, was wirklich viel, viel Feinjustierung bedarf und immer wieder Review und am Ende ist es ein Bauchgefühl auch irgendwo, zumindest was den Ton angeht und die einfach. Da gibt es natürlich Parameter, mit denen man sowas berechnen kann auch, aber ja, ich glaube, das kann man dann am besten auch entscheiden. Und da gibt es dann immer wieder natürlich diese Spannung zwischen irgendwie Einfachheit, aber auch einem Mediziner, der dann sagt, das ist jetzt aber nicht genau genug und da dann die zu finden.
KAREN:Da haben wir aber auch dran gearbeitet. Also da gab es ja viele Iterationen von, gerade wenn wir jetzt auf die Zusammenfassung schauen, von der allerersten Version, die Laifer, und dem Bedürfnis der Menschen, da noch mehr medizinische Tiefe zu haben und gleichzeitig aber so niederkomplex zu erklären, dass es auch alle verstehen. Also wann ist welcher medizinische Begriff ist jetzt Konsens und welchen muss man vielleicht erklären? Wissen überhaupt alle, was ein MRT ist? Und da entscheiden wir uns dafür, das lieber einmal mehr zu sagen, als dann jemanden zu verlieren. Aber es ist auf jeden Fall ein Großteil unserer Arbeit. Also das eine ist natürlich die medizinische Qualität, aber tatsächlich geht ein riesiger Teil der Arbeit dahin, wie kommunizieren wir was, wie komplex oder niederkomplex ist, aber zurückkommt auf die Situation, in denen Leute unsere Erklärungen lesen, wie müssen wir kommunizieren, damit die die Informationen, die sie im schlimmsten Fall zum ersten Mal in der Form hören, auch so verarbeiten können, dass wir da kein Schaden anrichten.
ANDREAS:wie ist das?
KAREN:wir die englische nur kurz als wir die englische Version erstellt haben wir festgestellt, dass es da nochmal ganz was anderes ist, weil in der englischen Sprache die viel schneller auch komplex wird. Da gibt es ja dankbarerweise gibt es in England ja fantastische Governmental Services, die ja auch sehr design getrieben sind und sich viel Gedanken darüber gemacht haben, wie man mit Sprache in diesen Kontexten umzugehen hat. Da kann man sich dann so ein bisschen orientieren. Aber zu gucken, wer ist unsere Zielgruppe, wie komplex, wer muss das verstehen. Und dann gibt man das halt auch mal jemandem zum Wesen und sagt, weißt du jetzt, was da drin steht. Und wir kriegen ja natürlich auch nutzende Feedback.
ANDREAS:Genau, das wäre meine nächste Frage, das Feedback. Woran merkt ihr das? Dass die Leute das verstehen oder zufrieden sind, auch euch vertrauen. Es ist ja immer noch KI.
MARC:ganz viel am Feedback auf jeden Fall. Also wir haben so ein, also wer Slack kennt, das ist so ein Kommunikationsplattform oder Tor, Slack, da kann man so verschiedene Channels machen und da läuft das Feedback bei uns auch immer rein, dass ihr nennen das eine gute Laune Channel. Weil durchweg positives Feedback eigentlich kommt. Wie geht das? Also am Ende eines Befundes kennt man das ja so ein bisschen, kann man so ein Däumchen geben, hoch oder runter und kann auch was dazu schreiben. Und das machen auch nicht wenig Leute tatsächlich. Also es kommen bestimmt so zwischen fünf, ja, um die fünf pro Tag. Und das geht von kurzen Kommentaren, danke, super, aber auch mal wirklich ausführlichere Geschichten, wo man dann merkt, also A, ist es teilweise sehr berührend, weil man dann merkt, okay, man hat hier irgendwie wirklich in einem kritischen Moment irgendwie Hilfestellung geleistet oder hier für Klarheit gesorgt oder einfach eine Angst vielleicht auch genommen. Und da merkt man dann auch schon, es hat funktioniert. Wir haben den richtigen Ton getroffen. Und eben, also ich meine, ab und zu kommt dann auch mal negatives Kommentar, hey, hätte ich hätte es gerne ausführlicher gehabt oder das habe ich schon verstanden oder so. Es gab bei der kurzen Zusammenfassung und dann merkt man auch, je nachdem wie oft sowas kommt oder so, dass man vielleicht nochmal ein bisschen nachhaken muss oder ganzen Zeit, glaube ich, waren es jetzt vielleicht ein oder zwei Mal, dass vielleicht auch kleinere Fehler noch drin waren. Ich meine, jetzt haben wir 100.000 übersetzt. Ich glaube, das ist eine ganz gute Quote trotzdem, aber auch da kommt dann manchmal so wichtiges Feedback natürlich durch.
KAREN:Das
ANDREAS:Und
KAREN:aber
ANDREAS:ohne
KAREN:ein Kanal. Also das eine ist, dass wir quasi nach der Summary und nach dem Detailbericht den Leuten, die Leute bitten uns zu sagen, ob das, was wir erstellt haben, hilfreich war, relativ niederschwellig. Und das andere ist, dass wenn die das tun, dann können sie uns dann sagen, ja, weil oder nein, weil und ihre E-Mail hinterlegen. Und die Leute, die uns ihre E-Mail dalassen, die kontaktieren wir dann und bitten sie um ein Gespräch oder senden ihnen noch einen ausführlicheren Fragebogen zu, wo sie verschiedene Dinge bewerten können. Und da versuchen wir, da versuchen wir regelmäßig mit Nutzenden zu sprechen, um zum einen zu verstehen, ob sie zufrieden sind, aber auch, dass auf so eine noch eine andere Qualitätssicherung Ebene, weil wir ja, wir erstellen ja keine Informationen und müssen also sicher gehen, dass die auch alle wissen, dass sie das mit ihrem Arzt oder ihre Ärztin besprechen müssen. Das ist so diese, das passiert da. Auf der anderen Seite informiert es natürlich ganz doll, auch wo wir uns mit dem Produkt hin entwickeln. Was machen die eigentlich mit den Informationen? Wofür brauchen sie Unterstützung? Genau, und da kann man dann natürlich viel detaillierter noch in diesen Gesprächen herausfinden, was funktioniert, was funktioniert nicht, wofür brauchen die Leute diese Information, was ist der, was ist die komplex ist die Geschichte? Ist das hier jemand, der sich das Knie gestoßen hat und einfach
ANDREAS:Okay.
KAREN:nicht drei Monate warten will, bis ihm der oder die Hausärztin das MRT erklärt oder ist das wirklich jemand, der schon eine längere Geschichte hat und jetzt irgendwie aktiver daran teilhaben will und verstehen will, ob das, was kommuniziert wurde, ihm dabei hilft, die nächste Entscheidung zu Ihm oder ihr.
ANDREAS:Und ohne die Privatsphäre zu brechen, aber könnt ihr beschreiben, wer das Bucht bezahlt? Sind das bestimmte Gruppen typische Menschen?
KAREN:Willst du, Marc?
MARC:Ich kann auch, ja, aber ja. Ja, also wenn man das generalisiert, wir müssen ja keine Namen nennen oder sowas, da geht es schon. Das sind vor allem aktuell ältere, würde ich sagen. Also ältere heißt so 60, 65 ist, glaube ich, ist ja der Durchschnitt. Also von denen, was Karen schon gesagt hat, wir haben ja diese Fragebögen, die wir auch rumschicken und von dem, was dort halt ausgefüllt wird, war, glaube ich, der Durchschnitt 67. Die älteste Person, Karen kochen hier mich, aber die war 92, 95,
KAREN:Vierundneunzig,
MARC:94. Genau.
KAREN:Und die jüngste also
MARC:Genau, die Spanne ist sehr groß, aber schon eher im älteren Bereich. Ich denke, das liegt aber auch daran, dass dann natürlich auch dann vermehrt Befunde kommen. Viele, wenn ich jetzt so mit Freunden oder so spreche, viele haben auch noch gar nicht groß Befunde, haben keine großen Arzttermine oder so. Es geht dann ab einem bestimmten Alter dann rapide los.
ANDREAS:Sicher.
MARC:Genau. Und da ist natürlich auch, wir haben ja unser Interface möglichst einfach gehalten. Kein Login, kein App-Download, einfach, ich muss diesen Knopf drücken und kann was hochladen. Auch das ist natürlich dann einfach zu bedienen, auch für alle genau.
KAREN:Aber ich glaube, um das vielleicht noch ein bisschen genauer zu sagen, es gibt verschiedene Gruppen. Es gibt so die Leute, die haben eine Dringlichkeit. Die der Marc mit seinem Fuß damals, der hat gesagt, das tut jetzt weh, dann hat, dann wurde er zu einem MRT überwiesen, das hat er dann bekommen, dann muss er wieder warten, bis ein Hausarzt
MARC:Vor
KAREN:oder
MARC:wollte
KAREN:die Hausärztin
MARC:ich schnell snowboarden
KAREN:Zeit hatte, um das zu erklären. Bis dahin, ich habe eine Freundin, die hatte sich den Daumen gebrochen. Der ist jetzt wieder zusammengewachsen, aber nicht, weil das gewollt war, sondern weil die Schritte zwischen, bis sie das MRT bekommen hat und dann die Aufklärung gekriegt hat. Und jetzt, ne? Das sind so die Leute, die eine Dringlichkeit haben. Und dann natürlich auch eine höhere Zahlungsbereitschaft, die sagen, okay, ich kann jetzt drei Wochen warten oder ich lasse mir das jetzt übersetzen und dann weiß ich zumindest, dann kann ich ja auch selber mir eine Physiotherapie besorgen oder ein bisschen Druck aufbauen. So, das sind die einen und dann gibt es eben die Neu diagnostizierten, nenne ich sie jetzt mal, mit komplexen Diagnosen, die sagen, ich möchte das jetzt aber in der Tiefe verstehen. Weil so Arztbesuche sind sehr klein und tatsächlich wird von Menschen erwartet, dass sie sehr selbstbestimmt mit ihren Diagnosen umgehen, sobald sie erfahren, also dass du weißt, was das bedeutet, was jetzt auf dich zukommt. Das heißt, da gibt es so ein Bedürfnis in Tiefe und Gänze zu verstehen und dann, je mehr Diagnosen man hat, auch viele sind es tatsächlich zunehmend chronische Erkrankungen, mit wiederkehrenden Informationen, wo die Leute einfach aktiv auch ihre Situation managen wollen und sich da Informationen erhoffen, die nächste anstehende Entscheidung zu treffen, um das nächste Gespräch besser führen zu können oder zu wissen, was sie fragen sollen oder oder oder auch um Informationen zu kontextualisieren über einen bestimmten Zeitraum. Wir wissen auf jeden Fall auch, dass es Leute gibt, die mehrfach bezahlen für unterschiedliche Dokumente. Dass das also nicht, auch durch die Interviews, dass das also nicht Leute sind, die das einmal machen und nie wiederklären, sondern dass wir tatsächlich auch Nutzende haben, die immer wieder neue Dokumente von uns in Gänze erklären lassen.
ANDREAS:ihr habt ein freies Produkt, hast du gesagt, und das für 18,50 Euro. Vielleicht wollen wir hier nicht zu tief in Rentabilitätsdiskussionen kommen, aber wie ist die Reise da, bis genug Leute zahlen, vielleicht?
MARC:Ja, also genau, also rentieren tut sich das Ganze noch nicht. Noch sind wir tatsächlich, wie erinnert sich das, bootstrapped, ist ja das dänische Wort dafür. Das heißt, wir haben aktuell noch keine Investoren drin, haben alles selber finanziert, zahlen uns aber auch noch keine Gehälter aus. Also das Ganze trägt
ANDREAS:Okay.
MARC:sich zwar schon so weit, dass Server bezahlt werden und Softwarelizen und was man alles schon so hat an Kosten. Das trägt sich alles, aber wir können uns halt noch keine Gehälter davon auszahlen. Genau, das ist noch nicht profitabel, aber wir haben auch gesagt, wir wollen diese freie und kostenlose Version immer frei und kostenlos lassen. Zum einen, weil schon glauben, A, es ist natürlich ein gewisser Marketing-Aspekt auch, wenn ich jetzt irgendwie das jedem weitererzählen kann, guten Gewissens und wir ja jetzt auch schon mit verschiedenen Patientenvertretungen, Stiftungen, Krankenhäusern, ersten Versicherungen im Gespräch sind, die uns natürlich nur empfehlen können, weil es eben diese kostenlose Variante gibt. Und weil wir auch sagen, hey, wir wollen auch ein Angebot schaffen. Und glaube, da ticken Karen und ich und das ganze Team. Genauso ist wir sagen, wir wollen auch ein niederschwelliges Angebot schaffen, dass möglichst viele Leute davon profitieren kommen. Und natürlich, je mehr sich das verteilt, desto mehr fällt dann vielleicht auch mal eine detaillierte Übersetzung, also ein Kauf für uns dabei ab. Und wir wollen da jetzt natürlich nicht auf. Wir haben noch ganz viele weitere Pläne, wie man das jetzt ausbauen kann. Wir sind jetzt dabei, eine App zu bauen, jetzt eben nicht nur einen Befund zu übersetzen. Das ist ja immer sehr punktuell. Man muss immer wieder Prinzip die Leute neu akquirieren, wenn man jetzt so in diesem Business sprecht. Das ist natürlich auf Dauer schwierig, tragfähig oder sehr müßig, und das Ganze in der App zu bauen, aber auch weil wir sagen, es ist natürlich auch noch viel spannender. Oder ich jetzt selber habe vielleicht fünfmal mein Knie jetzt irgendwie gestoßen und ein paar Mal operiert und das ist jetzt ein paar Jahre her und jetzt tut es wieder ein bisschen weh und ich will nochmal, was waren damals eigentlich genau los? Ich muss jetzt die Akten widersuchen, was waren da, das in einer App zu haben, wo ich genau sehe kann, naja, stimmt, da war ja die Physiotherapie hat ja damals gesagt, ich soll dies und hier eine Übung machen. Habe ich ja gar nicht mehr gemacht, stimmt. So, also dass man irgendwie das halt in einer App hat und dann können wir auch anfangen, darum weiter Sachen zu bauen. Und dann gibt es Abo-Modell, was uns vorschwebt. Aber und genau, und vielleicht andere Partner, die auch man auch mit einbinden kann. also da gibt ganz, ganz viele Ideen, das aufzutröseln. mehr noch. ist dann auch wirklich rentabel auch für uns wird.
ANDREAS:Ist die digitale Patientenakt da in irgendeiner Form ein Thema für euch?
KAREN:Auf jeden Fall. Also die unterstreicht vor allem, warum es unseren Service braucht. Weil wenn man sich überlegt, wo wir herkommen. Es gab natürlich für uns ein individuelles Bedürfnis, diese Information zu verstehen. Wir haben aber sehr schnell festgesteht, wir sind ja nicht die einzigen, die da so alleine gelassen sind. Und deshalb müssen wir doch die Kompetenzen, die wir haben, nutzen, da eine Lösung für zu schaffen. Und tatsächlich ist das, seit wir damit begonnen haben, ja eher schwieriger ist besser geworden. Also inzwischen gibt es die EPA, das heißt, man hat noch mehr Leute, haben noch mehr Zugang derartigen Informationen. Vorher sind die ja auch gern direkt an die Ärztinnen weitergegeben worden, aber inzwischen hat man da Zugang drauf. Gleichzeitig verändert sich ja auch die Gesetzeslage dahingehend, dass es immer schwieriger wird, mit Spezialisten darüber zu sprechen. Das heißt, man ist immer mehr alleingelassen und auch ein Grund, weshalb wir gesagt haben, es braucht das kostenlose Produkt, weil man soll sich Medizin eben nicht leisten können müssen, sondern wir wollen, dass alle in der Lage sind, die Informationen, die sie ja sowieso haben, zu verstehen, um aktiv teil werden zu können. Und deswegen ist die EPA natürlich ein riesenthema und wir sind tatsächlich auch in Gesprächen mit Krankenkassen, die da sehen, dass es ein Bedarf gibt, diese Information, die sitzen ja da an der Schnittstelle, diese Informationen direkt für ihre Mitglieder verständlich zu machen, weil die dann natürlich viel eher auch ihren Plänen folgen können oder einschätzen können, was passiert hier. Das ist ja, wir suchen natürlich auch immer nach Zahlen, die belegen, warum das relevant ist, aber es gibt so verrückte Zahlen wie, ich glaube, drei Viertel der Bevölkerung hat eine geringe Gesundheitskompetenz. Das bedeutet, dass die derartige Informationen überhaupt gar nicht verstehen oder so verrückte Zahlen wie das, ich glaube, die Hälfte der Menschen, die das Krankenhaus verlässt, hat die Diagnose, die ihnen dargestellt wurde, nicht verstanden. Das ist doch verrückt. Und je mehr man Zugang zu diesen Zetteln hat, desto größer wird wahrscheinlich auch das Bedürfnis, die verstehen zu wollen. Wenn ich die nicht habe, dann ist das vielleicht was anderes. Aber wenn ich mit den Informationen entlassen werde und jetzt quasi verantwortlich für mich selber bin, dann will ich natürlich auch wissen, was das bedeutet.
ANDREAS:Und ich nehme an, viele Leute benutzen auch andere KIs. Da habt ihr vielleicht ja auch mal gefragt, was ist denn der Unterschied zwischen euren Ergebnissen, Antworten? Privatsphäre ist sicherlich ein Thema, verglichen mit den offenen, normalen KIs.
MARC:Privatsveriede ist natürlich ein Riesenthema. Bei uns wird das alles auf europäischen Servern gespeichert sogar nur in Deutschland, verarbeitet wird zwei, dass dann auch in Europa. Bei uns sagen wir, wir sind ja auch ganz transparent und sagen so, hey, am besten deckt ihr noch euer Namen ab, wir wollen das gar nicht sehen. Trotzdem analysieren wir es dann hintenrum nochmal weiter und nur um ganz, ganz sicher zu gehen, dass da nichts irgendwie drin landet, wenn wir das Review und so und ob das die großen amerikanischen Unternehmen genauso machen, ist dann immer die Frage. Das zum einen, aber muss man auch ganz ehrlich sein, so aus unserer Erfahrung machen wir uns immer ganz viele Gedanken sowas, aber die Nutzer da draußen interessiert da meist doch nicht so und wir kriegen tatsächlich viel einfach per E-Mail zugesandt und wir sagen immer, ladet das bitte da hoch. Wir wollen das nicht haben, nicht dein Namen und deine Geschichte noch dazu. Also ist da draußen nicht Leute viel offener. Und dann ist es aber natürlich auch eine medizinische Genauigkeit. Wir vergleichen es immer ganz gerne mit so einem Schweizer Taschenmesser. Also so ein LLM, ChatGPT, das kann wirklich alles und jenes, aber möchte ich mit dem Schweizer Taschenmesser auch operiert werden vom Chirurgen, vielleicht eher nicht, möchte ich dann vielleicht doch eher das Skalpell haben. Also das Tool, was wirklich nur das eine kann, aber das dann eben sehr gut. Um es jetzt mal ganz bildlich zu verpacken. Da wir halt nur diese Befundübersetzung machen, können wir das darauf und Erklärungen, ja, es geht dann schon auch noch ein Stück weiter als Nutzübersetzung. Es erklärt auch ein bisschen dazu, aber es wird immer sehr, sehr, sehr eng an dem Kontext. Was hat denn der Arzt wirklich gesagt? Und arbeiten ja auch mit groß, wir haben jetzt nicht unser eigenes Modell trainiert oder so. arbeiten ja im Prinzip auch mit den Großen, die es da draußen so gibt, aber haben das sehr, sehr eng eingegrenzt und haben dann auch nochmal im Prinzip andere KIs, die das evaluieren oder Ärzte, die drauf gucken, die sich wirklich sicherstellen, dass es wirklich dabei bleibt und immer sehr, sehr stark unterscheidet zwischen, was hat der Arzt gesagt, was steht in dem Brief, und dann vielleicht, wenn es ein bisschen weitergeht, was sind noch allgemeine Informationen, aber das ist immer sehr klar abgetrennt voneinander. Und auch diese weiterführenden Informationen immer nur auf Leitlinien, Studien, auch deutschlandsspezifischen Themen. Genau. Das mal so hängt noch ein bisschen mehr, glaube ich, dran, aber ja.
KAREN:Genau, also ich glaube auch, oder das ist natürlich, also klar, wir sind Designer, deswegen haben wir da vielleicht ein besonderes Auge
MARC:Das
KAREN:drauf,
MARC:kommt auch dazu, ja.
KAREN:ein Chatbot ist auch nicht das Interface für jeden. Also ganz abgesehen davon, dass wir ja schon über unsere nutzende Altersgruppe gesprochen haben, die zumindest im Moment vielleicht noch nicht nativ Chatbots nutzen, das wird sich sicherlich ändern. Aber dann gibt es ja auch unterschiedliche Interfaces für unterschiedliche Bedürfnisse. Und so ein Chatbot müsstest du genau wissen, was der dir erklären soll und in welcher Form, um da hinzukommen. Und wir haben uns eben auch mit viel Recherche Gedanken darüber gemacht, was sind die Inhalte, die unsere Nutzenden in dem Moment brauchen, wie müssen die aufbereitet sein, in welcher Form. gibt auch einen Grund, warum das ein PDF ist zum Beispiel, weil die Leute Ausdrucken abheften mit zu ihren Ärzten nehmen wollen. Da gibt es ja so ganz viele Designentscheidungen, die total wichtig sind und die dazu führen, dass das Produkt so genutzt wird, wie das genutzt wird. Und die lassen sich halt mit so den Chatbots der Welt nicht einfach replizieren. Also plus das Vertrauen und hinzu kommt natürlich auch das, was Marc Freund schon angesprochen hat, dass wir empfohlen werden von Ärzten und Stiftungen, die sagen, weil ihr die Qualitätsansprüche erfüllt, die ihr habt, kann ich euch guten Gewissens empfehlen, die dankbar sind, wenn PatientInnen nicht reinkommen und sagen, ChatGBT hat gesagt, ich sollte, um das dann wieder auseinandernehmen zu müssen in der zu wenigen Zeit, sondern die mit etwas kommen, auf dem man aufbauen kann, weil man weiß, dass es eine Basis gibt, die erstmal stimmt. das ist total tatsächlich jetzt total spannend, weil ja gerade gestern im New England Journal of Med AI eine Studie veröffentlicht wurde, in der das nachgewiesen wurde. Am Uniklinikum in Dresden haben die nämlich unsere Zusammenfassung genommen in der Neurologischen Sprechstunde und haben geschaut, beeinflusst das die Kommunikation zwischen den PatientInnen und den Ärzten, wenn die vorher eine Zusammenfassung von uns lesen. Und haben da randomisiert 300 Patienten rausgesucht, die eine Zusammenfassung vorher von uns gelesen haben, gegenüber 300, die das nicht getan haben und haben dann geschaut, was passiert eigentlich in diesen Gesprächen. Genau, dabei ist dann rausgekommen, dass die das Gefühl haben, dass sie besser teilhaben können, dass sie bessere Entscheidungen treffen können, also dass die ganze Gesprächsqualität sich verändert. Und das ist natürlich total wichtig, so eine Basis zu schaffen, um in diesem Kontext funktionieren zu können und anerkannt zu werden von all den Leuten, die gebraucht werden, so eine Situation zu navigieren.
ANDREAS:Das ist natürlich spannend. Hast du willst ihr das noch vertiefen, oder seid ihr noch bei anderen Studien dabei gewesen?
MARC:Nee, das war jetzt so die erste. Es waren, glaube ich, zwei Liefender, einem stationären und einem ambulanten Kontext und die wurde jetzt veröffentlicht. Das war ambulant, glaube ich. Genau.
KAREN:Ja, total spannend. Also das ist wirklich für uns natürlich super. Weil wir können ja ganz viel sagen, aber dass sich das mal in so einem klinischen Kontext angeschaut wird, das war für uns ist das natürlich auch spannend zu sehen, stimmen die Annahmen, die wir haben, stimmt das, was uns die Nutzenden erzählen und dann zu sehen, welche Auswirkungen das hat, das ist natürlich fantastisch. Das ist auch eine kleine Gruppe und in einem sehr bestimmten Kontext. Neurologie ist auch sehr komplex. Und deswegen kann man jetzt nicht sagen, dass das überall eins zu eins zu übertragen ist, aber ich denke, man kann schon sagen, dass Zusammenfassungen, verständliche Erklärungen komplexer medizinischer Dokumente dazu führen, dass die PatientInnen sich besser mit ihren Ärztinnen austauschen Also man kennt das ja selber, du gehst zum Arzt oder zur Ärztin. Die erklären dir erstmal, was da drin steht. Du hast ja total wenig Zeit. Das heißt, dann musst du verarbeiten, im schlimmsten Fall verarbeiten, was du gerade gehört hast. dann gehst du nach Hause und dann fallen dir all die Fragen ein. Dann beginnst dich damit auseinanderzusetzen. Das heißt, wenn du vorher Zeit hattest, das zu verstehen, dann kannst du natürlich viel bewusster auch in so einen Termin gehen und sagen, okay, worüber sprechen wir denn jetzt hier eigentlich? Und das ist natürlich super. Das hilft uns jetzt auch natürlich, wir haben sowieso schon auch Ärzte und Ärztinnen gehabt, die uns an PatientInnen empfehlen, aber die Studie hat tatsächlich auch rausgefunden, dass die Gespräche kürzer sind. Und trotzdem die PatientInnen sich besser involviert fühlen. Und das ist natürlich ein Anreiz auch für die Realität da draußen, wenn man sagen kann, wir in kürzerer Zeit schaffen wir, dass die PatientInnen besser abzuholen und denen quasi mehr mitzugeben. Da haben ja alle gewonnen. Da das
ANDREAS:no.
KAREN:natürlich super für uns, super spannend.
MARC:Und deckt sich auch bisschen mit dem, was wir auch am Anfang in der Research gehört haben, wo wir ganz viele Ärzte auch gefragt haben, wie dachten ja am Anfang, als wir auch noch entwickelt haben, dass die Ärzte uns das um die Ohren hauen, dass die sagen, nee, das ist unser Bereich, lasst die Finger da raus, ihr erklärt denen jetzt nichts. Und es war genau das Gegenteil. Also wir haben uns dann eine Woche lang uns mit Experten unterhalten, was die davon halten. Und alle durch die Bank waren, oh mein Gott, super, dass ihr das macht, weil wir wollen das erklären, aber wir haben keine Zeit dafür, dann wirklich in die Tiefe zu gehen. Man hat halt im Durchschnitt sind es, glaube ich, sieben Minuten, die jeder Arzt hat. Jetzt bei der Studie, das waren komplexere Geschichten. Ich glaube, die hatten schon so 20, 30 Minuten insgesamt. Aber in der Regel ist es nur recht kurz. Und die Ärzte müssen natürlich alles immer, immer wieder erklären, gerade also diese Grundgeschichten, dann immer wieder die gleiche Leier sozusagen, immer wieder das gleiche zu erzählen, ist natürlich auch recht müßig. Plus dann wird die Hälfte wieder dann doch vergessen, wird nochmal nachgefragt. Also da auch dann Raum und Zeit für die wirklich wichtigen Fragen zu haben, ist natürlich ein Risikomehrwert.
KAREN:Und ich glaube, was man auch nicht vergessen darf, es geht ja nicht ganz, also ganz oft ist falsch, aber öfter ist es ja auch nicht der oder die Patientin alleine, sondern da sind es pflegende Angehörige, die vielleicht die Kommunikation übernehmen, aber gar nicht unbedingt dabei sind, wenn diese Informationen geteilt werden. Oder es sind Familienangehörige, die zur Entscheidungsfindung mit einbezogen werden. Und wenn die alle auf derselben Grundlage das Gespräch führen können, ist das natürlich super. Oder ich gehe von einem Spezialisten zum anderen und muss nicht immer von der Pike auf erklären, was passiert ist, sondern es gibt irgendwie so ein gemeinsames Verständnis, dass natürlich, das darf man auch nicht unterschätzen, das sicherlich auch in unserem Altersdurchschnitt, aber generell, gerade bei komplexeren Diagnosen, betrifft das oft nicht nur die eigentliche Patientin.
ANDREAS:Wenn wir mal auf die Technik gucken, welche KI steckt denn dahinter? Ihr habt schon gesagt, Europa und Deutschland gehostet. Kannst du da Details sagen, was funktioniert?
MARC:Ja, also tatsächlich kann man ja auch alles, glaube ich, unseren Datenschutzbestimmungen nachlesen. Von daher verplaudere ich jetzt auch keine Geheimnisse aus. Letztendlich benutzen wir auch nur die großen offenen Modelle, die es aktuell gibt. Wir sind ein kleines Startup, das hat auch ein bisschen Kostengründe. Also
KAREN:Und
MARC:auf den
KAREN:auch Qualitätsgründe.
MARC:europäischen, genau, ja. Beides, das sind verschiedene Stufen, die es dadurch läuft. Es gibt dann Anonymisierung, Klassifikation, dann eine Übersetzung und ein Prüfverfahren. Und es läuft zum einen tatsächlich mit OpenAI-Modellen, aber dann bei Microsoft in Europa gehostet, dass das hier bleibt vor Ort. Und dann nutzen wir Anthropic, aber nur mit anonymisierten Redacted Texten sozusagen, weil das einfach da die besten Modelle hat. Also vor allem sprachlich. Wir haben viel gegeneinander getestet. Das hatte so den besten Mix. Die wird natürlich konzentriere evaluiert und ja, also jetzt in die Zukunft geguckt arbeiten wir schon daran. Jetzt gibt es ja auch neue Open Source Modelle, die rauskommen, die auch immer besser werden. Also da gucken wir jetzt auch schon ganz aktiv, welche Teile können wir dann nicht vielleicht doch mal auch wirklich komplett selber hosten. Deswegen sage ich, es hat dann nochmal ein bisschen andere Kostenfaktoren dann trotzdem auch von der Betreuung bis zu der Lizenzierung da an der Stelle. Aber genau, da gucken wir auch jetzt schon hin, das dann langsam umzuziehen komplett.
ANDREAS:werde Mistral euch angeschaut haben, sind wir schon soweit?
MARC:Da müsste ich jetzt Stefan fragen. Ich glaube, Mistral hat nicht so mega
KAREN:Nee.
MARC:gut abgeschnitten, leider.
ANDREAS:Mm-mm, mm,
MARC:Leider. Das sind dann schon eher so die Quen-Modelle und sowas. Weil es doch, gerade also die Details, also die medizinische Präzision geht meistens sogar. Schwierig wird es immer in den Texten. Dass das auch vernünftig klingt. Also da haben wir vor allem so, wenn ich mit meiner Brille drauf gucke mal, dass man da merkt, das ist irgendwie holprig formuliert, grammatikalisch falsch oder klingt einfach nicht richtig. Und ja, das ist eins der großen Newspee ist halt das Produkt. Deswegen, da kann man dann Schwerabstriche machen.
ANDREAS:Okay, und dann wie ist denn die Qualitätskontrolle nach der Kaskade, die du angedeutet hast, dass da nicht was Falsches erklärt wird?
MARC:Also erstmal gibt es ja sogar eine ganze Kaskade davor. Also bevor wir irgendwie überhaupt was in Produktion schieben, gibt es große Evaluationsrunden, Iterationsrunden, also jetzt mal ganz verbildlich gesprochen, fängt es damit an, dass man vielleicht sich ein System oder ein Prompt überlegt für einen Teilbereich, dann wird es gemacht, dann vielleicht jetzt an zehn Befunden, die man da hat, mal vertestet. Und dann, wenn unser Witold zum Beispiel sagt, so, jetzt bin ich zufrieden, jetzt haben wir dieses eine Problem gelöst oder so, dann geht es in die große IVA, wohl alle mal schon ein bisschen Angst haben, weil das auch sehr aufwendig ist. Weil dann werden 50 befundene Querbeet und mit vielen Edge Cases dabei dann einfach mal durchgeneriert und werden tatsächlich von uns Menschen. Also haben wir irgendwie so ein paar Kriterien aufgelegt, dass das bestimmte. Es muss mindestens ein Arzt dabei sein und mindestens einer von uns oder zwei haben wir jetzt, glaube ich, sogar gesagt, ja, das auf Readability gucken und dann haben wir verschiedene Scores. Das geht von Medical Correctness und Compliance, was nur Ärzte Ärztinnen beantworten Das geht dann Readability, wurde alles übersetzt. Ich glaube, Helpfulness hatten wir noch als Score. Genau. Hilf mir welche Form, Form und Struktur.
KAREN:Personality und Empathy und so Sachen, ne, die die dazu führen.
MARC:Genau, also da haben wir die verschiedenen
KAREN:Kriterien, nach denen wir das testen.
MARC:Genau, dann wird das bewertet und wenn das dann durchfällt, muss es nochmal gemacht werden. Bis es halt, zumindest in dieser Menge jetzt schon mal einen gewissen Stand erreicht. Plus haben wir dann auch noch sogenannte LLM as a Judge, haben wir dann auch noch oben drauf laufen. Also im Prinzip andere kleinere LLM-Modelle, die genau auf Scores trainiert sind und das Ganze dann auch nochmal bewerten. Und tatsächlich haben wir da auch schon festgestellt, dass die teilweise sogar besser sind als wir Menschen. Nicht in allen Fällen. Ja, weil die einfach objektiver sind. So, ich bin dann schon auch manchmal, dass ich denke, ich will das jetzt auch einfach durch haben. Oder je nachdem, zu welcher Tageszeit ich das lese, vielleicht auch verschiedene, dass irgendwie anders beurteile. Also das kommt durchaus auf mal vor. Oder je nachdem, welches Gespräch man davor geführt hat über gewisse Sachen, ob was genauer guckt oder nicht. Und das macht so ein Modell, hat das halt alles nicht und macht das relativ objektiv und dann manchmal auch knallhart, wo man dann sagt, ach ja Mist, klar, da hast du eigentlich recht. Genau, da machen wir so ein Mix da draus, genau, bis dann irgendwann so eine E-Bail mal durchgeht und man dann sagt, okay, ja, das passt. Die Scores der Menschen, der Maschinen sind alle super, jetzt können wir es freischalten. Und dann im System ist es dann immer je nach Stufe, weil sich ganz am Anfang, als wir damit live rausgehen, haben wir wirklich jeden Befund auch noch dann nachträglich angeguckt. Das machen wir mittlerweile nicht mehr. Wir haben ja mittlerweile über 200 Übersetzungen, die täglich generiert werden. Da gucken wir stichprobenartig rein. Wir haben im Live-System dann diese Lements, das Judges auch laufen, die das scoren und bewerten. Auch intervenieren, also auch wenn es bestimmte Schwellenwerte unterschreitet und nach dem zweiten Versuch immer noch nicht klappt, dann wird er auch abgebrochen und es wird nichts ausgeliefert tatsächlich. Genau, und dann kann man da natürlich dann genau reingucken, was ist da schiefgelaufen. Jetzt hatten wir, da kann ich aus dem Leben kurz den Plaudel, aber wir hatten neulich jetzt mal so einen Fall, wo dann zum Beispiel ein Verstorbener mit Du angesprochen wurde. Irgendwie
ANDREAS:Okay.
MARC:erfreulicherweise irgendwas stand da. Das ist natürlich blöd. Da muss man dann interviewen und nochmal nachschärfen. Genau, ja. Und dann die Scores gibt es dazu und das hier manierbar. glaube, das
KAREN:Ja, und davor gibt es noch so einen ganz einfachen Teil, dass wir nämlich gucken, was ist das eigentlich für ein Dokument, übersetzen wir
MARC:Ach so, yeah.
KAREN:damit bestimmte Inhalte zum einen gar nicht bei uns landen. Wir machen ja, ist das wirklich ein medizinisches Dokument, erste Und nicht irgendwas anderes. Und dann übersetzen wir tatsächlich nicht alle, alle Dokumente, sondern weil wir ja dieses Credo haben, du bist anonym, wir haben keine Accounts, wir wissen nichts von dir, gibt es einfach. Und wir erklären nur, wir erstellen keine neuen Inhalte. Und das bedeutet aber gleichermaßen, dass wir zum Beispiel Blutbilder eigentlich nicht erklären können, weil die ja nicht kontextualisiert
ANDREAS:know.
KAREN:sind. Und ohne bestimmte Dinge über die Person zu wissen, kannst du nicht sagen, wie sich ein Wert verhält. deshalb machen wir die zum Beispiel im Moment noch nicht. Das sind sicherlich Dinge, die man, wenn man jetzt darüber nachdenkt, dass wir eine App haben mit Accounts, da kann man sich dann überlegen, welche Informationen braucht es. Aber unser Ziel ist ja auch nicht, die Ärzte zu ersetzen, sondern den Menschen die Möglichkeiten zu geben, die richtigen Entscheidungen treffen oder die Tools an die Hand zu geben, die sie brauchen, selber schon agieren zu können, in welcher Form auch immer.
ANDREAS:Und wenn ihr Fehler zurückschaut auf Fehler, die dann vielleicht in der Ausgabe oder zumindest die dann abgefangen wurden, also was nicht nur im Training war, sondern schon dann später im Produkt, sind das eher technische Fehler? Also geht es darum, dass es nicht lesbar ist, also so ganz basic, oder sind das dann schon komplexere Inhaltsfragen?
MARC:Warum es dann ja beides so ein bisschen tatsächlich, das hatte teilweise, das war nicht ganz im Detail übersetzt wurde. Oder wie gesagt, dieses, was ich gerade schon mal als Beispiel, das dann auf einmal verstorbener mit Du angesprochen muss. Ich weiß nicht, das ist irgendwo so dazwischen, dass es so Inhaltsverständnis-Frage dann mit Kindern hatten wir auch mal sowas. Genau, Kinder wurden auch mit Do angesprochen, obwohl die ja offiziell gar keine Profunde hochladen dürfen und es auch beim dreijährigen Kind wirklich keinen Sinn gibt. Genau, solche Geschichten, teilweise medizinische Genauigkeitsgeschichten, wo man dann genau reingehen muss und sagt, also es hat wirklich auch lange gedauert, auch ein paar Interaktionsschreiben und ein paar Sachen sind auch in Production dann mal noch aufgetreten. Jetzt sind jetzt alle behoben, aber das war dann so, wo es doch immer nochmal ein bisschen Judgment gab. Wo es dann doch nochmal ein erfreulicherweise. Oder, ah, das ist nicht so schlimm. Oder was Hetty
ANDREAS:Okay, mm-hmm.
MARC:und diese Modelle alle ja auch immer so gerne so machen, dieses
ANDREAS:Thank
MARC:Bestätigen und ist nur was Leichtes? Ach, das hat was mit dem Alter zu tun, dass man das alles rauskommt. Da hat sich schon auch immer nochmal was reingemogelt, so inhaltlich, wo man dann nochmal, nee, da müssen wir nochmal nachschaffen.
KAREN:Das
ANDREAS:Okay.
KAREN:aber wie bei jedem Produkt, das ist nur für kritischer, weil wir es mit medizinischen Informationen befunden zu tun haben. Aber ansonsten sind wir natürlich ein digitales Produkt, das iterativ entwickelt wird und bestimmte Dinge, da haben wir nicht dran gedacht. Haben wir nicht auf dem Schirm gehabt, bis es uns begegnet, dann wird es verschärft. Also auf medizinischer Ebene sind wir dann natürlich von Anfang an compliant. Deswegen machen wir diese Evaluation und überhaupt wird nur released, was da richtig ist. Und danach kommen eben so Nuancen wie, oh warte mal. Normalerweise haben wir gesagt, wir sind sehr nah an den Leuten, deswegen sprechen wir sie mit du an, aber in bestimmten Kontexten passt das eben nicht, dann müssen wir da eine Lösung für finden. Und das begegnet uns und dann wissen wir, dass wir uns darüber Gedanken machen müssen. Und dann gehen wir das auch sofort an. Also es ist jetzt, es ist nicht so, dass wir und wir haben ja am Anfang gedacht, wir sind ein Medizinprodukt. Wir haben da auch, wir haben auch gefragt, ob wir eins sind und deswegen entwickeln wir das auch so. Also diese ganzen Qualitätsstandards sind wie, als wenn wir ein Medizinprodukt wären. Und das ist so die underline Basis. Und was aber dann passiert, sind eher so kleinere, für uns persönlich aber doch sehr schwierige Dinge, wo wir sagen, das ist ein, das ist ein Anspruch, den wir an uns und unser Produkt stellen, dem wir gerecht werden wollen deshalb geht das nicht. Und deshalb arbeiten wir da weiter dran. Und vieles von dem ist jetzt, wenn du die Leute befragst, die unseren Service nutzen, die würden wahrscheinlich nicht sagen, naja, die Art und Weise, wie die mit, so, ne, das ist ja ein gutes Design, bewertest du ja nicht, lässt sich oft schwer kommunizieren. Es funktioniert einfach wirklich, wirklich gut. Daran
MARC:fällt
KAREN:messen wir
MARC:ja.
KAREN:uns. Kriegen
ANDREAS:Okay.
KAREN:Kritik oder sagen die Leute, wir helfen ihnen mit dem, was wir tun.
ANDREAS:geht ihr mit der ständigen Veränderung um? Also im Moment ist ja gefühlt alle zwei Wochen ein neues Modell, das man anders prompten muss. Also ständige Veränderung.
MARC:Ja, also ich meine, zum Glück verändert sich unsere Software nicht eigenständig und sucht sich die neuesten Modelle raus und muss das die ganze Zeit anpassen. Das ist ja fest festgezurrt sozusagen. Und da passen wir natürlich natürlich den Scores auf, dass ihr das nicht wegdriftet. Aber natürlich, klar, es verändert sich ständig, neue Modelle kommen. Wir müssen ständig irgendwie, wir tun wir auch evaluieren. Plus, dann passiert es natürlich immer wieder, dass die Modelle, die wir am Einsatz haben, und das ist ja Wahnsinn, wie schnell das geht. Das gibt es ja wirklich noch nicht so lange. Anderthalb Jahre ist das Produkt jetzt live und jetzt fangen schon wieder die ersten, ich glaube sogar zu mehreren Generationen schon, die Modelle, also wir fangen an, sich abzuschalten. Teilweise, die wir benutzen, die sagen, die sind jetzt alt, ihr müsst jetzt die neueren nutzen. Das heißt, dann müssen wir tatsächlich in die Iteration, obwohl wir eigentlich happy waren mit dem Output. Das passiert jetzt gerade auch wieder aktuell. Genau, das heißt, da muss man sich ständig bewegen und gucken, dass man diese Evaluationsprozesse vielleicht auch noch ein bisschen schneller hinkriegt. Und automatisierter und so. Und klar, das ist, aber ich glaube, das geht uns allen so gerade wahrscheinlich auch in, egal welcher Branche man unterwegs ist. Es bewegt sich so viel auf einmal. Das hat natürlich ganz viele positive Effekte auch für uns jetzt. Also wir sind ja auch gerade im Fundraising, um jetzt mal ein bisschen noch rauszuholen, im Fundracing zum Beispiel auch gerade. Das heißt, wir suchen tatsächlich gerade aktiv Investoren. Und da muss alles Mögliche an Dokumenten hier auch fertig machen, von Finanzplänen bis hin zu Modellen bis hin zu Reports oder so. Und was wir da mittlerweile tatsächlich mit KI auf einmal alles dann erstellen können, natürlich auch fantastisch. Und da passiert sehr, sehr viel, sehr schnell wieder, dass man ganz neue Sachen nutzen kann, Bildbearbeitungen machen kann dann für Social Media und so. Also das bleibt nicht aus, dass man da an allen Ecken überall ständig am Ball bleiben muss und
ANDREAS:Ein bisschen ähnliche Frage, aber diesmal die Gesetzgebung oder die Verwaltung drumherum. Wo habt ihr da Probleme oder was euch hilft oder auch Veränderungen erlebt über die Zeit? Ist die Gesetzgebung schon soweit, dass sie in diesem Bereich reagiert, agiert?
MARC:Ja, ja. Also zum einen ist ja dieses neue KI-Gesetz, EU KI-Act, AUAI, EU AI-Act, so, zum Brecher. Die gibt es ja die Verordnung, die jetzt langsam in Kraft trifft, dass man zumindest transparent sein muss. Ich will jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen, aber da geht es vor allem darum, ob man jetzt im Hochsicherheitsbereich unterwegs ist und da KI benutzt und auch wie transparent ist man sein Nutzern gegenüber. Also da muss man natürlich schon immer auch gucken, was trifft darauf auf uns zu, gerade als Medizinprodukt vielleicht irgendwann wir da sehr genau gucken. Und plus eben die schon angesprochenen Medizinprodukteverordnung, die es ja auch gibt, die ändert sich nicht so viel, aber auch da gibt es hin und wieder Updates. Witold ist da auch immer wieder dran, der ja als auch bei sich in der Klinik Medizinprodukte verantwortlicher ist. Kennt sich da sehr, sehr gut aus. Beobachtet es natürlich alles für uns, dass man da immer gucken muss, was, ja, was müssen wir vielleicht nochmal beachten. Aber tatsächlich, also es gibt ja viele, die sagen, ah, schlimme Verordnung und Europa und Deutschland, alles so kompliziert und DSGVO und natürlich rollen wir auch manchmal die Augen, wenn unser Anwältin wieder sagt, was wir jetzt für Texte in unseren Checkboxen haben sollen und wie lang das ist. Das kannst du keinen zumuten. Und ob das dann immer so sinnvoll ist auch die Frage. Aber auf der anderen Seite gibt es bisher noch kein vergleichbaren Service in Europa. Also zumindest auch wenn man so ein bisschen mal weiterguckt, auf Patientenseite erklären und begleiten. Weil das ist eine unserer Vermutungen, weil in den Staaten etc. gibt es schon ähnliche Services, dass viele sich auch nicht, ich sag mal, her trauen, weil es halt hier eine größere Regelung gibt, weil ich halt die MDR einhalten muss, weil ich diese KI-Akt-Geschichten einhalten muss, was sonst natürlich so als Startup, die sich da auskennen mit unseren Vergangenheiten, bringen wir da viel Erfahrung mit, können das ganz gut navigieren, natürlich auch einen Vorteil haben. Genau, und wir streben tatsächlich auch nächstes Jahr die Zertifizierung an, dann doch mit neuen anderen Produkten, die wir gerade bauen, wo man dann vielleicht doch ein bisschen mehr noch in die Beratungen gehen kann. Genau, das kann man dann teilweise sich zertifizieren. Und es ist dann natürlich auch immer ein Stempel, ein Siegel, was dann auch wieder ein bisschen mehr von möglichen Chatbots da draußen natürlich auch absetzt.
KAREN:Ja, also der anderen Seite hast du ja vorhin die EPA schon angesprochen, wäre es natürlich toll, wenn man da schneller an diese Daten käme. Es ist ja höchst komplex. Da gibt es sicherlich viele Momente, wo man sagt, oh Mann, jetzt haben wir hier was, aber da gibt es so viel, also aus rein innovativer Perspektive denkt man sich, natürlich können wir hier nicht schneller ran. Aus individualisierter Perspektive ist es natürlich toll, dass man da in so einem geschützten Raum unterwegs ist und eben gerade Gesundheitsdaten so behandelt werden, wie sie behandelt werden. Das ist ja auch ein ganz hohes Gut unseres Systems. Also von daher ist das so, auf der einen Seite haben wir irgendwie Marc gesagt hat, diesen Service, der dadurch auch in ganz Europa unglaublich relevant ist, weil er eben auf diesen Qualitätsstandard aufbaut. Und auf der anderen Seite müssen wir einfach schauen, dass wir da auch näher vielleicht an diejenigen, die Innovationen da auf der systemischen Ebene betreiben, rankommen, da schneller Lösungen auch vorantreiben zu können. Und da passiert ja viel. Also es gibt ja so tolle Initiativen wie Sprint zum Beispiel, wo ganz bewusst investiert wird, Sprunginnovationen zu schaffen und da irgendwie zu gucken, gibt es vielleicht auch Behörden, die gewillt sind, zu sagen, wir machen das jetzt hier. Das ist so ein bisschen das Mindset. Wir haben ja inzwischen auch ein Designgetriebenen Service auf Bundesebene, wo man sagen kann, wir haben zumindest die Hoffnung, da auch ein bisschen näher vielleicht an das britische Modell zu kommen und dann da ein bisschen bewusster Innovationen früher ansiedeln zu können. Aber deswegen machen wir auch B2C, weil die Leute brauchen halt jetzt Hilfe und du kannst nicht darauf warten, dass sich diese Probleme systemisch lösen. Also machen wir das eben jetzt. Und im besten Fall beeinflusst das vielleicht dann Dinge auf anderen Ebenen. So ist es ja meistens. Wenn Innovation eine Realität überschreibt, dann wird die Innovation irgendwann vielleicht neuen Realität.
ANDREAS:Und ihr ein bisschen fantasiert, vielleicht sogar ein bisschen träumt, in einem Jahr, wo steht ihr?
MARC:können wir uns vielleicht mal Gehalt Das wäre schon mal ein guter Anfang. Nee, ich habe es ja schon gesagt, wir sind gerade aktiv im sogenannten Fundraising. Das heißt, wir suchen jetzt tatsächlich doch, da wollten es ja lange nicht machen, aber jetzt doch Investoren, die aber zu uns passen. Haben wir schon spannende erste Gespräche, auch mit sogenannten Business Angeln, Ärzten zum Beispiel, die dann damit einsteigen. Genau. Also das hätten wir dann erledigt. Haben da ein bisschen mehr daran arbeiten gehabt, ein bisschen mehr Kapital, um einfach ein bisschen jetzt ein bisschen schneller entwickeln zu können. Weil wir haben ganz, ganz, ganz viele Pläne und wollen die natürlich rausbringen. Wir wollen diese App
ANDREAS:Okay.
MARC:rausbringen, wollen vielleicht auch noch ein bisschen mehr Nutzer erreichen, mit unseren begrenzten Mitteln, die wir ja irgendwie zu viert. Hat jeder so seine Aufgabe, aber das ist natürlich immer, was dann die große Bewegung angeht, doch ein bisschen eingeschränkt und da einfach noch ein bisschen mehr Geschwindigkeit einfach zu bekommen und ein bisschen mehr Reichweite und ja.
KAREN:und der Markt ist auch total spannend. Also du siehst es ja links und rechts, gerade im präventiven Bereich passiert einfach ganz viel. Es macht sehr viel Spaß, da gerade dabei zu sein. Und würde mir wünschen, dass da nächstes Jahr einfach da auch viel passiert ist und die Landschaft sich entwickelt hat. Und mein Ziel wäre es schon, dass wir im nächsten Jahr dann auch mit einer App Leute eben ganzheitlicher begleiten können. Im Moment ist es ja, die müssen zu uns kommen, die haben dieses eine Dokument, die müssen das, wenn sie es verlieren, nochmal übersetzen und da einfach zu sagen, wir können sie längerfristig begleiten und da noch mehr leisten und mit denen noch enger zusammenarbeiten. Und dadurch ganzheitlichen Mehrwert auch in den großen Fragen des Systems schaffen. Das finde ich schon super. Und ich glaube auch, dass das drin ist, wenn man sieht, was da gerade alles passiert. Glaube ich, gibt es einfach ein riesiges Potenzial, was zu schaffen zu verändern im Moment.
MARC:Ja, genau. Und auf uns vielleicht noch anzuschließen, auch ein großes Ziel, an dem wir jetzt ja auch schon arbeiten, aber gerade in der Ecke malen die Mühlen langsam ist, mit einer Krankenkasse mal zusammenzuarbeiten, weil das sehen wir schon als so wirklich starke Partner, weil man ist auf gleicher Mission. Hier hat mal eine Kasse gesagt, gesunde Patienten sind gute Patienten und dann ist unser Credo ja immer, Gesundheit fängt mit Verstehen an. Also ich glaube, da gänzt man sich auch sehr, sehr gut. Und nur Ärzte und nur Kassen kommen eben an diese EPA ran. Also wenn man mit einer Kasse zusammenarbeitet, könnte man
ANDREAS:Okay,
MARC:viel genauer dort ansetzen, in den Patientenportalen, vielleicht, im Portal selber an der EPA bei der Kasse, dann die Dinge übersetzen und erklären, was dann da drin steht. natürlich für die auch spannend, weil dann die EP auch mal überhaupt mal sinnvoll vielleicht. Nur wenn man das versteht, auch was da drin steckt, wird es vielleicht angeguckt. Genau, aber das macht langsam. Deswegen, das ist so Ende nächsten Jahres, wenn wir das da geschafft haben, das wäre ein cooler Erfolg.
ANDREAS:Habe ich noch was vergessen? Habt ihr was nicht gesagt, was ihr noch loswerden wolltet? Thema.
KAREN:Ich habe vorhin gedacht, wir sind ja hier im EU AI-Talk und ich glaube, was man halt schon mal so sehr, sehr viel verändert, wie natürlich auch in diesem komplexen Medizinbereich unterwegs sind, muss man schon sagen, dass wir überhaupt ja in der Form existieren können, weil es inzwischen KI gibt, die diese Möglichkeiten. Das ist schon, ne, das ist das, deshalb konnten wir die Lösung, die wir jetzt haben, erschaffen. Auch in diesem kleinen Team, das wir ja sind, das hättest du das, was wir jetzt machen, hättest du ja früher nur mit einer Hundertschaft an Menschen, die verschiedene Aufgaben und Verantwortlichkeiten haben, überhaupt realisieren können. Und das finde ich total spannend. Bei aller Kritik an der Zeit zu gucken, wie kann man die Tools, ja, was kann man da denen abgewinnen? Das finde ich total spannend. Und dann eben mit Hinblick auf den Markt hier zu sagen, wie können wir da Innovationen vielleicht ein bisschen schneller vorantreiben, das wäre natürlich super.
MARC:Cool
ANDREAS:Herzlichen Dank fürs Gespräch.
KAREN:Ja, danke dir.
MARC:dir.
KAREN:Schön, dass wir da sein durften.
MARC:Hat sehr Spaß
ANDREAS:So,
MARC:sehr schön.